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Freitag, 25. Juli 2014

2-Meter Regelung

Wir hier schon lange zu lesen ist, bin ich begeisteter MTB Fahrer seit 1986. Als die 2-Meter Regelung "auftauchte" konnte ich nur den Kopf schütteln. In vielen Gesprächen hat sich aber alles relativiert. Ärger deswegen hatte ich nie- ob schon ich die 2-Meter Regel nicht beachte!

Für mich gilt das Maß der Gleichberechtigung:
Mein Lenker ist ca 60cm breit. Ein z.B: Mercedes G (den fahren ja nicht wenige Förster und so) rund 2,2m. Wenn die 2-Meter Regelung für mich gelten soll- dann soll das Verhältnis 0,6m zu 2 m auch für solche Fahrzeuge gelten.

Die erste Aktion der DIMB habe ich bereits unterstützt. Die aktuelle Petition auch.
Ich kann nur den Kopf schütteln zu den Aktionen unserer Regierung gerade zur Petition. Ich kenne ja nicht wenige Menschen die daran "arbeiten", inclusive unseren Landwirtschaftsminister, Alex Bonde, den ich sehr schätze und persönlich gut kenne.

ABER- was da gerade "rüberkommt" von "meiner Regierung" klingt wirklich getrieben von der Wald-Lobby- es scheint mir gerade so nen art Deal zum Nationalpark zu sein... mehr möcht ich dazu mal nicht sagen-nicht dass ich auch noch mit Schüßen auf mein Auto rechnen muß wie damals in Freudenstadt mein sehr guter Freund Walter.

Besonders stört mich, dass wir z.B: vom ADFC in dem ich  aktiv mitarbeite nicht wirklich gehört wurden! Unserer Argumente scheinen niemanden zu interessieren!!! Traurig!

lest selber (Petitionsbrief):


Betreff: Die Petition befindet sich in der Beratung/Prüfung beim Empfänger
Referenz: Pressemitteilung des Petitionsausschuss vom 16. Juli 2014
Liebe Petitenten,
am 4 Juni 2014 fand die Anhörung vor dem Petitionsausschuss des Landtages statt. Radfahrer, Wanderverbände, Wissenschaft, Jäger, Forst, Gemeinden, Naturschutz, Land-und Forstwirtschaft äußerten sich zur Petition. Leider wurden von den Befürwortern der 2 Meter Regel auch längst widerlegte Vorurteile vorgetragen, ohne dafür Fakten darlegen zu können.
Erfreulicherweise äußerten sich aber etwa die Hälfte der Verbände für eine Neuregelung des Waldgesetzes. So haben sich die Naturfreunde für uns ausgesprochen. Der Landesnaturschutzverband hat zwar betont, dass eine Regulierung in sensiblen Regionen stattfinden sollte, dass aber die 2 Meter Regel dafür nicht das geeignete Instrument ist. Vielmehr wurde angeregt, dass sich die Parteien an einen runden Tisch setzen sollten.
Vor allem Jäger, Waldbesitzer und die Forstkammer haben sich gegen uns ausgesprochen. Man war sich dabei nicht zu schade, erneut das Märchen von den tödlichen Unfällen anzuführen. Genau diese hatten wir schon in 2013 widerlegt, aber Fakten scheinen nicht zu interessieren. Sehr enttäuschend war auch das Statement des Vertreters der Gemeinden und Kommunen. Man könnte meinen, dass Radfahrer keine ernst zu nehmenden Bürger sind.
Am 16. Juli 2014 hat der Petitionsausschuss in einer nicht-öffentlichen Sitzung über unsere Anliegen beraten und eine Pressemitteilung herausgegeben. Darin wird lediglich auf die möglichen Ausnahmeregelungen verwiesen, die nun verstärkt vor Ort genutzt werden sollen. Die Verantwortung für das Landeswaldgesetz hat man damit auf die Kommunen und Landkreise abgeschoben.
Mit keinem Wort ist man auf die Argumente der Radsportverbände eingegangen. Es fehlt jegliche Begründung, warum an der 2 Meter Regel festgehalten werden soll. So können wir nur vermuten, dass  Lobbyisten im Hintergrund die Fäden ziehen.
Der Petitionsausschuss stellt sich damit auf die Seite der rot-grünen Politik des Überhörtwerdens. Was nützt eine Anhörung, wenn auf das Anliegen nicht eingegangen wird? Bürgerbeteiligung ist wohl nur gerne gesehen, wenn diese den eigenen Zielen entspricht. Wer sich nicht traut, ein Landesgesetz zu überprüfen, das weder befolgt noch kontrolliert wird, muss sich zu Recht nach der Handlungs- und Gestaltungfähigkeit der Landespolitik fragen lassen. Gleichzeitig wälzt  man  die unnötig entstehenden Kosten für Ausnahmeregelungen auf Kreise und Kommunen ab.
Der Tourismus hat unsere Petition bis zuletzt nicht mitgetragen. Auf Nachfrage erklärte er, dass er die Ausnahmeregelungen für ausreichend betrachte. Damit stellt sich der Tourismus gegen den Willen von fast 60.000 Petenten, obwohl diese eigentlich die biketouristische Zielgruppe darstellen. Zeitgleich wurden zum Teil Einladungen an Radgruppen vor Ort versendet, um bei der Ausweisung von touristischen Wegenetzen mitzuhelfen. Wir sehen dies sehr skeptisch, denn wenn sich der Tourismus gegen das Anliegen der einheimischen Radfahrer stellt, dann soll er unserer Ansicht nach selbst nach geeigneten Wegen suchen. Eine riesige Bürokratie wird dazu aufgebaut. Aber kein Ehrenamtlicher kann die Anforderungen des 63seitigen Handbuches erfüllen.
Das Parlament selbst wird nach der Sommerpause endgültig entscheiden. Es liegt an uns allen, weiterhin die Abgeordneten zu befragen, ob sie uns Gründe für die 2 Meter Regel nennen können. Wir sollten klar fragen, warum sich die Landespolitik nicht ihrer Verantwortung bewusst wird und ein Landesgesetz auch auf Landesebene an einem runden Tisch mit den Verbänden diskutiert und damit den Weg zu einem neuen Betretungsrecht, das allen und damit auch unseren Interessen gerecht wird, bereitet.
Wir werden weiter den Sommer über mit Aktionen auf unser Anliegen hinweisen. Besucht unseren Stand auf der Eurobike. 

Folgt uns auf Facebook (auch für Nicht FB-Mitglieder) und haltet Euch auf dem Laufenden. Tägliche Neuigkeiten unter:
https://www.facebook.com/DIMB.OpenTrails

Das Protokoll der Anhörung: 
Die Pressemitteilung des Landtages:

Unsere Pressemitteilung: 
Stellungnahme von 2013 zu den angeführten Unfällen.

Alle Infos zur „Weg mit der 2 Meter Regel“ Kampagne findet Ihr unter:

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Alle weiteren Informationen zur Petition erhalten Sie unter diesem Link:
 

Montag, 15. April 2013

Nationalpark im Nordschwarzwald - Wird die Vision zur Wirklichkeit?


Vortrag und Diskussion mit Dr. Markus Rösler, MdL 
„Jeder Bürger hier vor Ort muss die Möglichkeit haben sich fundiert zum Nationalparkgutachten zu informieren! Nicht jeder hat an den offiziellen Terminen Zeit.“ 


so Dietmar Lust, Bundestagskandidat der Grünen für Freudenstadt und Calw. Daher hat er mit dem Kreisverband zwei zusätzliche Infoveranstaltungen mit Dr. Markus Rösler und dem Naturschutzzentrum organisiert.

Am Freitag 19.4. um 19 Uhr wird Dr. Markus Rösler über die Hintergründe und Eckpunkte für den geplanten Nationalpark im Nordschwarzwald im fest.spiel.haus Simmersfeld berichten. Eine zweite Veranstaltung wird am Dienstag 23.4. um 19:30 Uhr im Kienbergsaal im Kongresszentrum Freudenstadt sein. Hier wird auch die Landesvorsitzende der Grünen, Frau Thekla Walker mit einem Grußwort anwesend sein.

In den Veranstaltungen geht es um Fachliche Inhalte, ökonomische Aspekte, Möglichkeiten der Gebietsabgrenzung, Finanzen oder Strukturen. Herr Dr. Markus Rösler wird Anregungen für die intensiv laufende Debatte mit in den Landtag nehmen. Denn falls es zu einem Nationalpark kommen wird, muss und wird der Landtag über ein Nationalparkgesetz und dessen Inhalte abstimmen.

Dr. Markus Rösler ist seit 2011 naturschutzpolitischer Sprecher der Grünen im Landtag sowie der Berichterstatter des Finanz- und Wirtschaftsausschuss für den Zuständigkeitsbereich des Ministeriums Ländlicher Raum und Verbraucherschutz. Damit ist er für das Nationalparkprojekt doppelt parlamentarisch verantwortlich: fachlich und finanziell.

Dr. Rösler beschäftigt sich seit über 30 Jahren intensiv mit dem Thema Nationalpark. In seiner Promotion bearbeitete er u.a. das Nationalparkprogramm der DDR in der Wendezeit. Die 14 deutschen Nationalparke sind ihm alle bekannt, er arbeitete zudem in Frankreich und Polen in Nationalparken mit. Seit 1999 ist er eines von ca. 250 in Europa berufenen Mitgliedern der IUCN-WCPA (World Commission on Protected Areas), die sich mit Standards der Schutzgebiete weltweit definieren. Schwerpunkt seiner beruflichen und ehrenamtlichen Tätigkeiten sind seit über 20 Jahren die Verknüpfung ökonomischer und ökologischer Aspekte - so arbeitete er nach seiner Promotion drei Jahre am Lehrstuhl für Landschaftsökonomie in Greifswald.

Dienstag, 24. April 2012

Der Nationalpark nimmt interessante Auswüchse an

Durch das Rundmail des "Freundeskreis Nationalpark Schwarzwald" bin ich auf einen Artikel in der Stuttgarter Zeitung "Gegner verweigern sich Dialog" 
aufmerksam geworden.


Nach Lesen der Kommentare konnte ich es mir nicht verkneifen einen Leserbrief (online) einzustellen, den möchte ich Euch hier nicht vorenthalten:


Liebe Vorkommentatoren und geneigte Leser,


Ich wohne sozusagen mitten im "Schlachtfeld" und bekomme einiges, wenn auch nicht alles live und ungeschminkt mit.

Traurig, Traurig- es gibt Freundschaften über Jahrzehnte, die unter dieser Diskussion leiden und zerbrechen. Hätte ich nicht gedacht, aber selbst erlebt.

Wenn ich manchen Gegnern des Nationalparks (NLP) glauben darf wird sich nach Einrichtung des NLPs wohl folgende Situation einstellen:

Die Bewohner der Region werden verarmen und verhungern, weil sie keine Beeren und Pilze mehr aus dem Wald holen dürfen. Frierend sitzen sie in Ihren Hütten, denn Holz gibts ja auch nimmer im Schwarzwald. Langsam aber sicher werden alle vom Kilometer weit fliegenden Borkenkäfer und all dem anderen "Ungeziefer" aufgefressen. Wehren können sie sich auch nimmer recht- zu schwach wegen der mangelnden Ernährung, Fehlen des üppigen Wildbret und der mangelnden Bewegung, da sie ja nicht mehr radeln oder wandern dürfen in Ihrem Wald.

SATIRE AUS!

Solche Storys werden hier den Menschen erzählt um Unterschriften zu sammeln und Stimmung zu machen. Welche ein gequirlter Quark! Es wird Stimmung gemacht auf den untersten Ebenen mit Falschinformationen und Halbwahrheiten… kein weiterer Kommentar nötig!

Ich bin traurig und schäme mich vor soviel Selbstsucht und Habgier

Wir sprechen von einer Fläche von 10x10km STAATSWALD, den wir, die wir seit Jahrhunderten Raubbau in allen Ebenen an der Natur treiben, der Natur und somit auch uns Menschen zurück geben Mehr nicht.

Bei vielen Äusserungen beschleicht es mich dunkel, dass alles eine Stimmungsmache gegen „selle Grüne“ ist. Fakt ist- und wird leider nicht gerne gehört, dass die Einrichtung des NLP schon zu Zeiten der schwarzgelben Regierung voran getrieben wurde. Da wir uns hier im „Musterland“ der „Schwarzen“ befinden (vergleiche Wahlergebnisse der letzen Jahre) kann ich den Groll gegen die neue Regierung ja verstehen. Schade nur, dass nicht konstruktiv damit umgegangen wird. NEIN- es wird in den lokalen Gremien sogar richtig Feuer gemacht. Sachdiskussionen in den Räten- aktuell Fehlanzeige, FRAKTIONSZWANG, Parteipolitik  und Maulkörbe sind die Regel!

Ich bin traurig und schäme mich für solch Handeln meiner Mitmenschen.

Es grüße,
trotzdem voller freudiger Erwartung des Nationalparks aus Freudenstadt,
Dietmar Lust 

Mal sehen ob ich diese Worte noch  "zweitverwerte" im SchwaBo oder der Neckarchronik.